Nach einem langen und harten Schlaf auf'm Boden, da der Hausherr und der Steinige im Bett pennten, ging es mit Stainz Richtung Old-Town, welches wir anfangs fälschlicherweise mit den Shanghaier Slums verwechselten. Anzumerken wäre hier, dass wir wie häufiger noch, beim KFC frühstückten. So liefen und blödelten wir durch die Straßen und Gassen durch derer, die uns für reich halten. Der Anblick von Leuten, die auf minimalsten Wohnraum das Maximum rausholen, ist unglaublich. Wenn ich an meinen Lebensstil denke, habe ich das Gefühl, dass wir wesentlich schwächer sind, denn hier gibt es keine soziale Unterstützung, sanitäre Anlagen wie in Deutschladn oder dergleichen. Was das Überleben angeht, sind diese Menschen uns doch einiges voraus. Nachdem wir uns diesen Flash reinzogen, haben wir durch Zufall eher die wahre "Old-Town" entdeckt. Großer, alte Häuser mit roten Dächern die geschwungenen Kanten aufweisen, sichtete man hier häufig. Natürlich quatschten uns auch hier Hunderte Nutten und Uhrenverkäufer an, aber schon hier stumpfte man mit der Zeit ab, was das Thema angeht. In der Old-TOwn gab es dann wieder allerhand Souvenirs, Teesorten, Figuren, Skulpturen und Bilder zu kaufen. Ziemlich heftige Löwen- und Drachenstatuen zierte Dächer, Fenster und ganze Plätze. Dumme Fotos und viel Spaß waren mit diesen Figuren schon vorgeschrieben!
Wir fanden dann den "Yayan Garden", wo wir erstmal Eintritt zahlen mussten, was sich später aber als eines der fettesten Sehenswürdigkeiten herausstellte, die ich bis dato sah.
Bauten aus Stein und Holz, die ich nur aus alten Kunf-Fu-Filmen kannte, Bäche mit Koi:s und Skulpturen die mehr als 400 Jahre alt zu sein schienen, erblickten wir. Immer dabei Stainz' Cam mit der wir lustiger aber auch pulitzerpreisverdächtige Bilder schossen. Ein Traum. Etwas derartiges habe ich in meinem ganzen Leben noch nie gesehen!. Nachdem wir auch diese Tour überstanden hatte, wollten bzw. machten wir uns auf den Weg zum "Jade Buddha Temple", wo auch der Größte, aus einem Stück Jade, gefertigte Buddha, der Welt steht. leider sind wir hier zu spät erschienen und mussten so wieder den Heimweg antreten. Also ging es mal wieder ab ins Internetcafé. Wie so üblich sind Lou, Stainz und ich dann in ein Restaurant gegangen, haben uns die Bäuche vollgeschlagen um anschließen im Touristenclub "Zapatas" die Sau rauszulassen. Am "Convi unseres Vertrauens" (Supermarkt) besorgten wir immer unsere Rationen Bier. Schon nach wenigen Songs tanzten wir 3 auf der Theke. Wir boucnten, sangen, sprangen, wackelten unsere Ärsche und gingen einfachmal tierisch ab. Lüsterne Blicke der chinesischen Mädels waren uns damit sicher. Als der DJ dann noch "Guns 'n Roses - Sweet Child of Mine" spielte, blieb mir nichts anderes übrig, als die Luftgitarre auf der Bühne rauszuholen. Um etwa 3h verließen wir das "Zapatas" um im "Absturzschuppen Nr.1", O-Ton Lou, dem "Windows 2", landeten, wo straight Black Music lief. Gegen 5h verließen wir dann auch diesen Club um total fertig im bett zu landen und dringend benötigten Schlaf einzuheimsen. An sich schon Wahnsinn, dass man für Taxifahrten quer durch Shanghai nur "'nen Appel und 'n Ei" zahlt.