(01.03.06) - Flug & Ankungt in Shanghai

Erstmal ging es um 5 Uhr aus'm Bett und mit bekannter Morgenfreundlichkeit mittels ICE zum Flughafen in Frankfurt/Main. Da das erste Anmelden bereits nach 10min. geschafft war, hieß es 3h auf'm Flughafen abhängen. Die Zeit wurde mit vielen Telefonaten und 'nem Besuch bei McDonalds überbrückt. Schon krass wie riesig dieser Flughafen ist und welche Wege man dort absolvieren muss um von A nach B zu kommen. 50min. dauerte dann mein FLug nach Malpensa/Mailand. Unspektakuläres Essen, homosexuelle männliche Stewards aber dafür ne Hammersicht auf die Alpen. In Italien hatte ich dann einen zweistündigen Aufenthalt, der eigentlich enorm langweilig war und sich fast vollständig auf das "Leutebegaffen" konzentrierte. 11h sollte mich nun eine übergroße Konservenbüchse geiseln in der man in regelmäßigen Abständen mehr oder weniger schmackhafte Nahrung von chinesischen oder italienischen Damen vorgesetzt bekam. Da neben mir niemand saß, konnte ich mich theoretisch voll ausbreiten. Die geeignete Sitz- oder Schlafposition fand ich nach ca. 6h. In der Zwischenzeit sah ich mir den Fussballfilm "Goal" und irgeneine Liebesfloskel an. Demzufolge war das Beste am Flug die Aussicht auf irgendwelche Gebirge , die Wüste von Gobi und anderen mir nachwievor fremden Städten.
Nach ewig langem Flug, der scheinbar nie enden wollte, kam ich um 9.30h der hiesigen Ortszeit in Shanghai an. Komischerweise oder eher wie zu erwarten war, sah ich nichts von Stainz, der mich abholen sollte. Nach anfänglicher Suche und einem telefonat mit Lou, machte sich die Müdigkeit breit und ich entschied mich für ein Nickerchen. Nach kurzer Einschlafphase sag ich Stainz an mir vorbeiflitzen, also hieß es Sachen packen und hinterherrennen. Stainz entschuldigte sich gleich für die verspätung von 2 1/2h. Da wir dann auch keinen EC-Automaten fande, machte ich gleich zu Beginn 50€ Schulden. Also Geld umtauschen und ab in den Transrapid um mit 430 km/h vom Flughafen in die City zu kommen.
Der totale Flash gleich von Beginn an! Hochhäuser ohne Ende, Bauten wie der "Jin Mao Tower" (580m hoch) und der, wie Lou ihn taufte, "Tele-Spargel" beieindruckten mich jedesmal wenn ich sie sah. Stainz und ich brachten meine Sachen in Lous Wohnung und gingen dann gleich auf Sight-Seeing-Tour.
Wir gingen am ersten Tag gleich auf den "Jin Mao Tower", das drittgrößte Gebäude der Welt. Eine wahnsinnige Aussicht hat man von dort oben. Viele Fotos wurden gemacht, so wie es sich gehört. Auf der U-bahnfahrt zum "People's Square" wurde mir dann auch schonmal elegant die Digitalkamera geklaut, was die nächsten Tage noch schwer im Magen liegen sollte. Den "People's Square" zu beschreiben ist eigentlich schwierig. Kaufhäuser mit 7 Etagen sind normal, geschäfte reihen sich nahtlost aneinander, Leuchtreklamen mit absurder Größe, bunte Farben, mehr Huren als Hamburg jemals hatte, viele taschenuhrverkäufer, Leute die einen auf Abzockgeschichten einladen oder ins nächste Restaurant. All dies gibt es dort zu sehen. Zwischen all diesen Gestalten laufen gut und gerne 1mio. Leute rum (Shanghai hat ca. 20mio.), der pure Wahnsinn. Um 17h sind Stainz und ich dann ins Internetcafé, so das ich die ersten Mails in die heimischen E-Mailpostfächer stecken konnte. Um 18h konnte ich dannn Lou das erste mal seit August 2005 persönlich begrüßen. War schon geil ihn endlich wiederzusehen, vorallem da es ihm sichtlich gut ging.
Da jdm. der Magen knurrte, ging es fix in ein Restaurant, wo wir erstmal massig Fressalien anliefern ließen. Anstelle von Katze, Hund und Schlange gab's Kartoffeln, Ei/Tomaten, Rinder-, Hühner- und Schweinefleisch und alles in Größenordnungen, die ich in Deutschland selten sah. Da, wie schon angedeutet, ich noch arg im Jetlag war, wurde an dem Abend 'ne ruhige Kugel geschoben, ein paar Bierchen gezischt, während im TV die Doku "Grizzly Man" lief, welche ziemlich krank war. Kranker Typ...naja, ist ja eh tot.